Unsere Geschichte
Von einem gemieteten Haus in der Zone 1 im Jahr 1958zu zwei etablierten bikulturellen Schulen: 67 Jahre Zusammenarbeit zwischen Guatemala und Österreich.
Eine Schulgemeinschaft, die Generation für Generationnach interkulturellen Grundsätzen und Werten erzieht.
67 Jahre nach jenen ersten Einschreibungen erreicht die Institution das Jahr 2025 als Ergebnis einer nachhaltigen interkulturellen Zusammenarbeit: zwei etablierte Schulen, eine Stiftung mit eigener Investitionskraft und ein doppelter Schulabschluss – österreichisch und guatemaltekisch.
Eine Schulgemeinschaft, die Erdbeben, nationale Krisen und eine Pandemie überstanden hat, ohne ihre Arbeit jemals zu unterbrechen – mit Sprachzertifizierungen in drei Sprachen und einem Qualitätsmanagementsystem nach den Vorgaben des BMBWF.
Die Momente, die die Entwicklung der Institution prägten. Die rot markierten Jahre kennzeichnen die grundlegenden Meilensteine.
1958
Gründung des IAG durch Dr. Harald König und Konstituierung des Österreichisch- Guatemaltekischen KulturkomiteesGründung
1959
Rechtliche Anerkennung der Volksschule (Ministerialbeschluss Nr. 147).
1962
Bestätigung des Versuchsstatus der Volksschule (Regierungsbeschluss Nr. 470)
1965
Anstellung der ersten von Österreich subventionierten Lehrkraft.
1966–67
Ankauf durch die Republik Österreich; die ACAG übernimmt die Verwaltung.
1968
Eröffnung des Standorts in der Zone 16.Heutiger Standort
1974
Eröffnung der Sportanlagen.
1976
Erdbeben und Wiederaufbau der Anlagen durch die Schulgemeinschaft.Erdbeben
1980
Gründung der FCAG, Eigentümerin der Institution.FCAG
1982
Einrichtung der Schulpsychologischen Beratung.
1986
Gründung des Colegio Viena.Colegio Viena
1988
Kulturabkommen Guatemala–Österreich und 30-jähriges Jubiläum.
1989–90
Verein „Amigos“ und Gründung des Kinderheims „Casa Hogar“.
1992
Gründung der Schildkrötenstation an der Pazifikküste.
1995
System der Fachkoordinator:innen und interner Pensionsfonds.
2006
Aufnahme des Betriebs des Colegio Viena Guatemalteco am eigenen Standort.
2008
50-jähriges Jubiläum und drei nationale Auszeichnungen.50 Jahre
2009
Start der Qualitätsprogramme PQM und SQA.
2011
ÖSD-Zertifizierung A1/B1 für die 3. und 6. Schulstufe der Primaria.
2012–13
Neues Verwaltungsgebäude und Cafetorium; neuer Kindergarten.
2013
Verleihung des österreichischen Reifeprüfungszeugnisses an die Absolvent:innen.Österreichisches Zeugnis
2015
Einführung der Vorwissenschaftlichen Arbeit (VWA).
2017
Auditorium des CVG und Ökopark Austria- Cayalá.
2018
60 Jahre seit der Gründung und 50 Jahre am heutigen Standort.60 Jahre
2019
Umfassende Modernisierung der Sportanlagen; Pädagogische Auszeichnung „Juan José Arévalo Bermejo“.
2020
Virtualisierung des Unterrichts und Einsetzung des Krisenstabs.Pandemie
2021
Vollständige Impfung der Schulgemeinschaft; städtische Auszeichnung „Bandera Verde Municipal“ und Zertifikat „Líder Verde“.
2022
Vollständige Rückkehr zum Präsenzunterricht; Beginn der Umsetzung des Qualitätsmanagementsystems QMS (BMBWF).
2024
Convenios con PH Klagenfurt, PH Innsbruck y Universidad de Salzburgo
2025
Eröffnung der Tiefgarage – die bislang größte Investition der FCAG am Standort.Historische Investition
Von 1968 bis heute. Verschieben Sie den Regler, um den ursprünglichen Campus mit dem heutigen zu vergleichen.
Acht Etappen, die fast sieben Jahrzehnte institutionelles Leben zusammenfassen. Tippen Sie auf jeden Titel, um die Geschichte zu entfalten.
Das IAG öffnete seine Türen am 6. Jänner 1958in einem bescheidenen Haus in der 7ª Avenida 13-57, Zone 1.
Die ersten Einschreibungen wurden von seinem Gründer Dr. Harald König – der zugleich als Direktor und als Lehrer tätig war – mit Unterstützung seiner Ehefrau, Frau Maria Elisabeth Dorn, vorgenommen. So begann, ohne eigene Infrastruktur und ohne gefestigte institutionelle Trägerschaft, ein Bildungsprojekt, das zu einer der wichtigsten Referenzen für bikulturelle Bildung in Guatemala werden sollte.
Die ersten Jahre waren von Veränderungen geprägt. Zwischen 1959 und 1961 wechselte die Institution zweimal ihren Standort, bedingt durch das Klima der Gewalt im Land und durch das eigene rasche Wachstum. Die Übersiedlung im Jahr 1959 bedeutete eine bauliche Verbesserung; jene von 1961 in die Zone 9 ermöglichte vor allem pädagogische Fortschritte.
Parallel dazu wurde die rechtliche und institutionelle Struktur aufgebaut. Am 1. März 1958 wurde das erste Österreichisch- Guatemaltekische Kulturkomitee konstituiert; am 10. Juli 1959 verlieh der Ministerialbeschluss Nr. 147 der Volksschule die rechtliche Anerkennung, und 1965 wurde die erste von Österreich subventionierte Lehrkraft aufgenommen: der Beginn eines Modells der Lehrer:innen-Kooperation, das die Institution sechs Jahrzehnte lang tragen sollte.
Der Wendepunkt kam im Jahr 1966, als die Republik Österreich beschloss, die Schulanlagen in Guatemala anzukaufen. Ein Jahr später übernahm der Österreichisch- Guatemaltekische Kulturverein (ACAG) die Geschäftsführung und wählte in der Zone 16 jenes Grundstück aus, auf dem der österreichische Staat den neuen Standort errichten sollte.
Am 12. Jänner 1968 wurden die wichtigsten Gebäude des neuen Standorts in der Zone 16 eröffnet.
Die Institution ließ die Etappe der gemieteten Häuser hinter sich und trat in jene eines Campus ein, der von Anfang an auf Wachstum ausgelegt war. Dr. Harald König wurde für weitere fünf Jahre als Generaldirektor bestätigt; er zog sich 1972 zurück und hinterließ eine Schule, die er von bescheidenen Anfängen in eine der bestausgestatteten Bildungseinrichtungen Guatemalas verwandelt hatte.
In den 1970er-Jahren wurde das Kindergartengebäude errichtet, die Bewilligung als Versuchsschule für die Sekundarstufe erwirkt und die Sportanlagen fertiggestellt, die am 25. Mai 1974 eröffnet wurden. In nur fünfzehn Jahren hatte sich die Institution von einer kleinen Nachbarschaftsschule zu einer der bestausgestatteten Bildungsstätten des Landes entwickelt.
Das Jahr 1976 stellte diese Stabilität auf die Probe. Am 31. Jänner verstarb der Gründer; nur vier Tage später, am 4. Februar, richtete ein katastrophales Erdbeben schwere Schäden an den Anlagen an. Die Reaktion kam unmittelbar und gemeinschaftlich: Das Lehrerkollegium beteiligte sich wochenlang am Wiederaufbau des Campus, sodass der Unterricht Anfang März wieder aufgenommen werden konnte.
Ein für das Land schwieriges Jahrzehnt, das sich für die Schule dennoch als eines der fruchtbarsten erwies.
Der Einsatz von Computern in der Verwaltung wurde eingeführt, das erste Jahrbuch gedruckt, mehrere Klassenräume ausgestattet und 1982 die Schulpsychologische Beratung eingerichtet. Im November 1980 wurde die Österreichisch-Guatemaltekische Kulturstiftung (FCAG) gegründet, seither Eigentümerin der Schule.
Der bauliche Ausbau setzte sich zwischen 1985 und 1986 fort: Das erste zweigeschossige Gebäude wurde errichtet, der Sanitätsraum eingerichtet und die ersten beiden Informatiksäle installiert. Das entscheidende Ereignis des Jahres 1986 war die Gründung des Colegio Viena, eine visionäre Idee, die das Bildungsangebot erweiterte und die finanzielle Lage der Institution wesentlich verbesserte.
Die bilateralen Beziehungen wurden formalisiert: Am 24. März 1988 empfing die Institution erstmals den Besuch einer österreichischen Bildungsministerin, im Rahmen des Kulturabkommens und der Feier zum 30-jährigen Bestehen des IAG. Zugleich entstanden der Verein „Amigos“ (1989), der sich indigenen Schulen widmete, und das Kinderheim „Casa Hogar“ (1990) für bedürftige Kinder.
Die Schule wuchs weiter und öffnete sich der Welt – bis zur großen Feier zum 50-jährigen Jubiläum im Jahr 2008.
Ab 1991 kamen unter einer neuen Führung Parkplatz, Turnhalle, Schwimmbad, Festsaal und Musikräume hinzu. Ab 1995 wurde die pädagogische Struktur mit Fachkoordinator:innen neu geordnet, und für die guatemaltekischen Lehrkräfte und Angestellten wurde ein interner Pensionsfonds eingerichtet.
Die 1992 an der Pazifikküste gegründete Schildkrötenstation entwickelte sich zu einem international anerkannten Umweltprojekt. Im pädagogischen Bereich wurde die Volksschule neu strukturiert, der Unterricht in Deutsch- und Englischgruppen verstärkt und die Möglichkeit zum Deutschen Sprachdiplom II/C1 eröffnet; zwischen 1999 und 2000 wurden die Naturwissenschaftsräume erweitert und die neue Bibliothek errichtet.
Die gemeinsame Nutzung der Klassenräume beschränkte das Wachstum des IAG, weshalb 2005 ein eigenes Gebäude für das Colegio Viena errichtet wurde, das im Jänner 2006 als Colegio Viena Guatemalteco den Betrieb aufnahm. Der Höhepunkt dieser Etappe war die Feier zum 50-jährigen Bestehen des IAG am 6. März 2008 mit der Verleihung des Ordens vom Quetzal, des Ordens des Souveränen Nationalkongresses und des Ordens „José Rolz Bennet“.
Ein Zyklus von Bauarbeiten und Professionalisierung, der mit dem offiziellen österreichischen Zeugnis für die Absolvent:innen seinen Höhepunkt fand.
Im November 2010 wurde das alte Verwaltungsgebäude abgerissen und ein neuer Bau begonnen: im Erdgeschoss die Büroräume, im ersten Stock das Cafetorium, das am 28. Februar 2012 eröffnet wurde. Der neue Kindergarten wurde im März 2013 eingeweiht, und Ende 2016 wurden das „Auditorium Friedrich Baaz“ des CVG sowie der Ökopark Austria-Cayalá fertiggestellt.
Es war eine Phase kontinuierlicher Professionalisierung: Lehrpersonen und Direktor:innen schlossen Universitätsstudien ab, Informatik wurde für alle Schulstufen eingeführt und ab 2015 begann die Zertifizierung der Lehrpersonen in Google- Werkzeugen. Seit 2011 legen alle Schüler:innen der 3. und 6. Schulstufe der Primaria die A1- und B1-Prüfungen des Österreichischen Sprachdiploms (ÖSD) ab.
Ab 2009 wurden die Qualitätsprogramme PQM und SQA umgesetzt. 2013 wurde ein wichtiger Meilenstein erreicht: Die Absolvent:innen erhielten erstmals das offizielle österreichische Reifeprüfungszeugnis. Zwei Jahre später, 2015, wurde das Kollegium der Sekundarstufe für die Betreuung der Vorwissenschaftlichen Arbeit (VWA) ausgebildet.
Ein neues Leitungsteam und die Feier zum 60- jährigen Bestehen der Schule.
Ab 2016 übernahm ein neues Leitungsteam die Verantwortung, mit dem Anspruch, dass das IAG eine vorbildliche, innovative und dynamische Bildungseinrichtung bleibe, die nach interkulturellen Grundsätzen und Werten erzieht.
Das Jahr 2018 war besonders bedeutsam: Es wurden das 60-jährige Bestehen und die 50 Jahre am heutigen Standort gefeiert, in Anwesenheit des Österreichischen Honorargeneralkonsulats, der FCAG, des Vizeministeriums für Bildung Guatemalas und der Schulgemeinschaft. In diesem Jahr fand auch die zweite Studienreise von Schüler:innen der 3. Klasse der Sekundarstufe I nach Österreich statt.
Das Jahr 2019 war von einer bedeutenden Investition im Bereich Bewegung und Sport geprägt: Das Schwimmbad wurde überdacht, der Fußballplatz mit Kunstrasen erneuert und die Leichtathletikbahn mit Tartanbelag versehen. Die herausragendste Auszeichnung war die Verleihung der Pädagogischen Auszeichnung „Juan José Arévalo Bermejo“ durch das Bildungsministerium Guatemalas.
Am 16. März 2020 wurde der Präsenzunterricht ausgesetzt; die Reaktion der Institution erfolgte unmittelbar.
Es wurden vereinheitlichte Lernplattformen und ein Werkzeug für Online-Prüfungen eingeführt, mit pädagogischer und emotionaler Begleitung. Dieser Einsatz ermöglichte den Abschluss der Reifeprüfung der Maturaklasse, sodass der Jahrgang sowohl das österreichische als auch das guatemaltekische Zeugnis erhielt. Zudem wurde der Krisenstab eingesetzt, der sämtliche Hygiene- und Sicherheitsprotokolle ausarbeitete.
Das Schuljahr 2021 wurde im Fernunterricht fortgeführt. Die Pavillons wurden neu errichtet und die Räume für Bildnerische Erziehung und Werkerziehung fertiggestellt; jeder Klassenraum wurde für die hybride Rückkehr ausgestattet. Eine der bedeutendsten Leistungen war der Abschluss der Impfung der gesamten Schulgemeinschaft mit Impfdosen der österreichischen Bundesregierung. Am 8. November 2021 erhielt die Institution die städtische Auszeichnung „Bandera Verde Municipal“ sowie das Zertifikat „Líder Verde“.
Das Schuljahr 2022 begann hybrid und gestaffelt und ermöglichte ab dem zweiten Semester die vollständige Rückkehr zum Präsenzunterricht. In diesem Jahr begann die Institution mit der Umsetzung des Qualitätsmanagementsystems (QMS, BMBWF); der Maturaball, die Vorwissenschaftliche Arbeit und die Reifeprüfung fanden wieder in Präsenz statt.
Die Phase der Erholung nach der Pandemie fand ihren Höhepunkt in der bislang größten Investition der FCAG am Standort.
Das Schuljahr 2023 war das erste der Erholung nach der Pandemie und war geprägt von den Bemühungen um die Bewilligung des Tiefgaragen-Projekts, dessen Baugenehmigung Anfang September 2023 erteilt wurde.
Das Schuljahr 2024 stellte sich als herausfordernd heraus: Auswirkungen des Klimawandels, schlechte Luftqualität und ein Wiederauftreten von COVID-19- und Denguefällen kamen zu den logistischen Herausforderungen der Baustelle hinzu. Im akademischen Bereich wurden Kooperationsvereinbarungen mit der PH Klagenfurt, der PH Innsbruck und der Paris- Lodron-Universität Salzburg unterzeichnet. Die Governance wurde durch die Schaffung der Position der internen Auditorin bzw. des internen Auditors gestärkt.
Die Jahre 2024 und 2025 waren geprägt vom Bau und der Eröffnung der Tiefgarage, gefeiert am 9. Oktober 2025. Es handelt sich um die größte Investition, die die Stiftung am Standort getätigt hat, und um einen Meilenstein für die weitere Entwicklung des IAG und des CVG. Zum Ende des Schuljahres 2025 wurde der Generationenwechsel in der Direktion abgeschlossen – nach 30 Jahren im Dienst der Institution und 42 Jahren im Dienst des Bildungsministeriums der Republik Österreich.
„Schul-Arbeit, die verbindet!“ — Un trabajo escolar que une.
Instituto Austriaco Guatemalteco